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Pilgerweg für alle

Der Himmelreich-Jakobusweg ein Weg für (fast) ALLE, barrierefreier Jakobusweg: Vorläufiger Bericht zum Projektabschluss

Sie können zu jedem Abschnitt ein fertigen Flyer in Form eines PDF herunter laden.

ALLE-Abschnitt1
Name Beschreibung Dateigrösse Download-Zähler
  etappe1-1.pdf Hüfingen - Waldhausen: 8km 2.64 MB 29
  etappe1-2.pdf Waldhausen - Dittishausen: 11,7km 1.51 MB 24
  etappe1-3.pdf Dittishausen - Rötenbach: 10,9km 3.01 MB 17
  etappe1-4.pdf Rötenbach - Neustadt: 10,1km 2.74 MB 14
  etappe1-5.pdf Neustadt - Hinterzarten: 11,1km 1.70 MB 14
  etappe1-6.pdf Hinterzarten - Breitnau: 7,0km 2.59 MB 20
  etappe1-7.pdf Breitnau - Himmelreich: 9,4km 1.65 MB 14
  etappe1-8.pdf Himmelreich - Freiburg: 14,5km 1.88 MB 23

Abschnitt 1 von Hüfingen bis Freiburg

 

Bestimmt ist der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Compostela der berühmteste Pilgerweg – seit einigen Jahren erblüht der Baum der Jakobus Pilgerwege erneut mit Macht und ein Zweig an diesem Baum, der Pilger aus der ganzen Welt eint, ist der Himmelreich-Jakobusweg. Der landschaftliche Reiz unseres Himmelreich-Jakobusweges über die Höhen der Baar und des Schwarzwaldes, vorbei an Titisee, entlang der Höhen über dem Dreisamtal und Himmelreich nach Freiburg ist tief beeindruckend.

Der weitere Weg durch das Markgräflerland entlang den Schwarzwald - Vorbergen durch Reben und Obstbäume, weitgehend auf dem „Wiiwegli“,  ist ein besonderes Erlebnis für alle Sinne.

Der Anschluss an die Wege ab Basel (Basel – Frankreich oder Westschweiz über Bieler See) führt dann dem Ziel entgegen: Santiago de Compostela!  Die strukturellen Aufgaben des Vereins im Zusammenhang mit dem Himmelreich-Jakobusweg wurden erledigt, der Weg ist ausgeschildert, in einer Broschüre beschrieben, Pilgerunterkünfte entlang des Weges eingerichtet und Pilgerstempelstellen vermerkt, also bliebe nur: Aufbrechen und Gehen. Leider nicht für alle.

Deshalb hat sich der Verein eine ergänzende Aufgabe gestellt, nämlich Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern aber auch Familien mit Kleinkindern  im Kinderwagen möglichst viele Wegstrecken zum Pilgern zu ermöglichen.

Seit Anfang des Jahres 2015 ist ein Projektteam dabei,  die Vorbereitungen zu treffen,  den Himmelreich-Jakobusweg auf Rollstuhltauglichkeit zu untersuchen. In das Team integriert waren zunächst  eine Rollstuhlfahrerin und ein Rollstuhlfahrer, mit denen nach Projektstart  die einzelnen Streckenabschnitte befahren und beschrieben werden sollten Nachdem der Vorstand des Fördervereins das Vorhaben beschlossen hatte, konnte bei Aktion Mensch ein Antrag auf Zuschuss im Rahmen der Förderaktion „Noch viel mehr vor“ gestellt werden. Dieser Antrag wurde zu unserer großen Freude positiv beschieden und mit einem Zuschussbetrag von 5000 Euro bedacht. Für uns alle überraschend war die positive Resonanz von Außenstehenden, so dass in kürzester Zeit der erforderliche Spendenbetrag als Eigenmittel aufgebracht werden konnte. Einem offiziellen Projektstart zum Jakobustag  am 25.7.2015 stand nun nichts mehr im Wege. Durch die vorgegebene Projektlaufzeit von 12 Monaten stand die Projektgruppe unter enormem Druck. Der gesamte Himmelreich-Jakobusweg hat von Hüfingen bis Weil a.Rh. ca 170 km. Einzelne Etappen mussten auch bei widrigen Wetterverhältnissen absolviert werden, Dies war dann eine große Herausforderung für uns alle, aber insbesondere für unser Fachleute im Rollstuhl. Aus Sicherheitsgründen, wg. Unwetterwarnung mit Gewitter und Starkregen mussten drei Testwanderungen abgesagt werden, was den zeitlichen Druck durch die Projektlaufzeit natürlich erhöhte.

Die Strecke von Hüfingen bis Weil a.Rh. wurde in  drei Abschnitte untergliedert. Der erste Abschnitt reicht von Hüfingen bis Freiburg und ist für Rollstuhlfahrer in 8 Etappen aufgeteilt. Ein zweiter Abschnitt von Freiburg bis Müllheim über Schallstadt und den Höhen des Batzenbergs über Staufen und Sulzburg bis Müllheim ist in 4 Etappen eingeteilt.

Auch der dritte Abschnitt von Müllheim bis Weil a.Rh. umfasst 4 Etappen, wobei eine Etappe der Entspannung und Erholung dienst. Sie führt in nur 5 km nach Bad Bellingen und endet im Kurzentrum, so dass viel Zeit bleibt für eine Spazierfahrt im Kurpark bzw. einem Bad im Thermalbad. Bad Bellingern ist für Menschen im Rollstuhl ein idealer Zwischenstopp, da das Kurzentrum Barrierefrei   gestaltet ist.

 Falls einzelne Etappen  vom ursprünglichen Jakobusweg rollstuhlbedingt abweichen ist oberstes Ziel, die Abweichungen immer wenn möglich,  wieder auf den ursprünglichen Jakobusweg zurück zu führen. Die Abweichungen werden mit besonderen Wegmarkierungen , einer Kombination von Muschel und Rollstuhl  markiert und die Etappen  zielgruppenspezifisch beschrieben.

Nach erfolgreicher Erkundung der Abschnitte zwei und drei wurde am 3. Juli 2016  das Ziel  Lindenplatz in Weil a.Rh. erreicht.

Insgesamt waren in der Projektgruppe immer wieder wechselnd 6 Menschen mit Rollstuhl beteiligt. Für sie war es eine besondere Herausforderung über die Waldwege der Baar und des Hochschwarzwaldes sowie durch die Weinberge des Markgräflerlandes  geschoben zu werden. Sie lieferten wertvolle Erkenntnisse zur Wegführung für Rollstuhlfahrer. Diese Erfahrungen führten zu einer intensiven Beratung durch Hans Peter Matt aus Haslach i.K. ,der uns mit der Firma Föhl in Verbindung brachte, die uns unentgeltlich ein in „Sekundenschnelle“ zu montierenden Outdoor-Vorsatz für Rollstühle bis zum Projektende zur Verfügung stellte.  Damit wurden die Wege auch für die schiebenden TeilnehmerInnen  leichter zu bewältigen. Diese Erfahrung führte zu der Überlegung für jeden Abschnitt ein Gerät zur Ausleihe bereit zu stellen. Dazu wären Mittel von insgesamt 3000 Euro notwendig, die bisher nicht vorhanden sind.

Zusammenfassung:

  1.  Erstmalig wurde ein Fernwanderweg (Pilgerweg) für Menschen mit Rollstuhl erkundet, markiert und beschrieben.
  2.  Dieser Weg erfordert eine begleitete Befahrung (Mindestens zwei BegleiterInnen)
  3.  Dieser Weg orientiert sich an der Wegführung des Schwarzwaldvereins und führt durch reizvolle Landschaften auf der Baar und Hochschwarzwald über Freiburg ins Markgräflerland und dort weitgehend auf dem „Wiiwegle“ bis an die Schweizer Grenze
  4. Alle Etappen sind mit Wegeplan, speziellen Hinweisen für Rollsthlfahrende beschrieben und in einem Folder erfasst
  5. Abweichungen vom bestehenden Pilgerweg sind mit speziellen Wegweisern (Muschel mit Rollstuhl) gekennzeichnet und führen immer wieder auf den allgemeinen Pilgerweg zurück
  6. Parallel zu den Wegerkundungen waren sensibilisierende Gespräche mit den Verantwortlichen des Schwarzwaldvereins, der Bürgermeister, der Touristikämter sowie der Forstverwaltung zu führen.
  7. Zur Erkundung waren 16 Ganztagstouren unter Beteiligung von Menschen mit und ohne Rollstuhl, sowie 42 zusätzliche „Sicherungsbegehungen“ durch die Wegewarte des Fördervereins
  8. Geplante weiterführende Maßnahmen (Die Projektorganisation war eine „lernende Organistion“; die immer wieder Erkenntnisse in die Projektdurchführung einfließen ließ):
  • Kooperation mit Organisationen  wie z.B. Diakonische Initiative Hügelheim (bereits vorhanden)
  • Einrichtung eines abrufbaren Begleitdienstes
  • Erwerb von 3 quinty beach Vorsatzräder der Fa. Föhl GmbH - Birnblütenweg 6, 73630 Remshalden - Tel.: +49 (0)7181 / 929465
  • Einrichtung von drei Verleihstationen
  • Platzierung im Internet mit abrufbaren Etappeninformationen.

Juli 2016

Jürgen Dangl

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