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„Förderverein für den Himmelreich-Jakobusweg e.V.”

wurde am: 25. Juli 2009 im Hofgut-Himmelreich gegründet.  Mit dieser Gründung wurde eine alte Pilgertradition wieder belebt.

Die Gemeinschaft ist konfessionsübergreifend und steht allen Interessierten offen.
 

Der Verein hat sich folgendes zur Aufgabe gemacht:

  • Heimatpflege und -kunde: Einen Teil des Jakobuspilgerweges wieder als Kulturgeschichte
  • aufleben zu lassen.
  • Wegbeschilderung am Himmelreich-Jakobusweg von Hüfingen bis Weil am Rhein
  • beschaffen und anbringen.
  • Organisation einer Infrastruktur entlang des Weges.
  • Erstellen einer Pilgerwanderbroschüre.
  • Allgemeine Pflege der Jakobuspilgeridee.

Neuer Vorstand gewählt

Unser Verein hat auf seiner Jahreshauptversammlung am 15. April 2016 einen neuen Vorstand gewählt.

Mit dem bisherigen Vorsitzenden Erhard Trotter traten drei weitere Mitglieder aus dem Vorstand aus. Mit eherenden Worten wurden Johanna Aldrian (Schatzmeisterin), Karl Malcher (Protokollführer), Hans Teichelkamp (Webmaster) sowie Anne Trotter (Assistentin der Geschäftsführung) aus dem Vorstand verabschiedet.

Der neue gewählte Vorstand setzt sich aus dem ersten Vorsitzenden Georg Körner, seinem Stellvertreter Peter Spiegelhalter, dem Wegewart Albert Schneider und dem Schatzmeister Peter Contzen zusammen. Beisitzer sind Erhard Trotter, Albert Hauser und Jürgen Dangl.

V. l. n. r.: Erhard Trotter, Wegewart Albert Schneider, Kassenprüferin Gefion Rawer, Schatzmeister Peter Contzen, Kassenprüferin Bettina Spiegelhalter, stellvertr. Vorsitzender Peter Spiegelhalter, Vorsitzender Georg Körner, stellvertr. Wegewart Albert Hauser, Beisitzer Jürgen Dangl, Versammlungsleiter Franz Kromer

Dankrede von Jürgen Dangl für Anne und Erhard Trotter

Nun scheidet ihr also aus dem Amt. Ich sage bewusst IHR, denn die ganzen Jahre seid ihr unzertrennlich in der Führungsaufgabe des Vereins aktiv gewesen. Ich erinnere mich noch gut an die Gespräche im Gasthaus Himmelreich, traditionell bei einem Viertel Gutedel, als wir über die Jakobuskapelle hier im Hofgut nachdachten. Der „Kapellenführer“  des verstorbenen Kirchzartener Pfarrers Franz Kern brachte die Kapelle mit einem alten Pilgerweg in Verbindung. Also galt es dieser Idee nachzugehen und siehe da, eines Tages brachte Erhard eine alte französische Europakarte, auf der die damals bekannten Pilgerwege eingezeichnet waren. Und so entdeckte er einen Weg von Krakau kommend über den Schwarzwald in die Schweiz, also geradewegs über Hüfingen, Himmelreich und weiter nach Weil am Rhein. Nun war nichts mehr aufzuhalten. Erhard fand Mitstreiter, insbesondere durch seinen Freund Mathias Meier, der wiederum einige Mitglieder aus dem Schwarzwaldverein für die Himmelreich-Jakobusweg-Idee begeistern konnte. Der Vereinsgründung stand nun nichts mehr im Wege. Erhard wurde erster Vorsitzender und Mathias Meier zweiter. Nach dem plötzlichen und frühen Tod von Mathias wurde Erhard in der Vereinsführung von seiner Frau Anne tatkräftig unterstützt. Sie war Ansprechperson für viele Mitglieder und war maßgeblich an der Gestaltung und Veröffentlichung der ersten Wegbeschreibung – dem Büchle – beteiligt. Dieses erfolgreiche Buch, das auch wesentlich die Handschrift von Hans Teichelkamp trägt, ist nunmehr in der 4. Auflage erschienen und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Erhard hat es geschafft in seiner ganzen Amtszeit ein aktives Team um sich zu scharen. So wurde mit Hilfe der Wegwarte Hauser und Schneider,  unterstützt von Hans Teichelkamp die Wegmarkierung und vor allem die gelungenen Infotafeln an allen wichtigen Wegabschnitten vollendet.

Das wichtigste für einen Vorsitzenden ist sein Team von denen einige heute auch aus dem Amt scheiden. Dazu fällt mir die Geschichte des Fluges der Wildgänse ein, mit der ich meine kurze Ansprache abschließen möchte:


 
„Was wir von den Wildgänsen lernen können"
Vielleicht hast du in diesem Herbst Wildgänse auf ihrem Flug sehen oder hören können. Dann hast Du auch beobachtet, dass sie in Form eines großen "V"'s fliegen. Interessant ist, was die Wissenschaft darüber entdeckt hat:
Durch das Schlagen seiner Flügel erzeugt jeder Vogel einen Aufwind, der seinem Nachbarn zugutekommt. Indem die ganze Schar in "V"-Formation fliegt, erreicht die ganze Gruppe dadurch eine Reichweite, die um mindestens 71 % größer ist, als wenn jedes Tier für sich allein flöge.
Dabei können wir von diesen Tieren manches lernen:
Menschen, die sich in Hinsicht auf ihr Ziel einig sind und die einen Gemeinschaftssinn haben, erreichen dieses Ziel eher und leichter, weil sie einander dabei unterstützen.
Wenn eine Gans aus der Formation ausschert, dann fühlt sie den größeren Luftwiderstand beim Alleinfliegen und kehrt sofort in den Verband zurück, um sich die stützende Kraft des Vogels vor ihr zunutze zu machen.
Wenn wir so klug sind wie die Gänse, dann bleiben wir auch in Gemeinschaft mit allen, die das gleiche Ziel wie wir haben.
Wenn die Gans an der Spitze müde wird, so lässt sie sich zurückfallen und eine andere übernimmt die Spitze.
Es ist sinnvoll, wenn die Hauptarbeit nicht immer nur von den Gleichen getragen wird, weil die Kraft jedes Einzelnen begrenzt ist und jeder unterschiedliche Fähigkeiten, besondere Gaben, Talente und Ressourcen mitbringt.
Die in Formation fliegenden Gänse schreien ununterbrochen, um die Gänse, die vorne fliegen, zu ermutigen, ihr Tempo beizubehalten.
Welche Signale geben wir von hinten an die vorn. Sind sie anspornend oder ist es eher das Gegenteil?
Wir sollten sicher sein, dass unsere „Zurufe“ Mut machend sind, denn in Gruppen, in denen Mut zugesprochen wird, ist die Produktivität wesentlich größer. Die Kraft des Mut Machens ist die Art des Zuspruchs, den wir uns wünschen. Das hilft uns, unserem Herzen zu folgen und unserem Glauben treu zu bleiben.
Schließlich - und das ist sehr wichtig - wenn eine Gans krank wird oder durch einen Schuss eines Jägers verletzt, dann verlässt sie die Formation nie allein. Zwei Gänse scheren mit ihr aus. Sie landen mit ihr, um ihr Hilfe und Schutz zu geben. Sie bleiben bei ihr bis sie entweder wieder fliegen kann oder tot ist. Erst dann machen sie sich wieder auf den Weg. Entweder tun sie das allein oder sie schließen sich einer anderen Gruppe an, um auf diese Weise um so eher zu ihrer Schar zurückzukommen.
Wenn wir so viel Verstand wie die Gänse haben, dann machen wir es genauso“

Milton Olson/ Dr. Robert McNeish – Lessons from the Geese.

Aufbrechen und Gehen

25. Juli. Fest des Apostels Jakobus. Viele kennen seinen Namen in der spanischen Version: Santiago, und verbunden mit der Stadt Compostela im Nordwesten Spaniens. Dort ist Jakobus begraben. Tausende sind jedes Jahr unterwegs auf den Wegen nach Santiago de Compostela, manche wochen- und monatelang, mit allen erdenklichen Verkehrsmitteln. Viele zu Fuß als wandernde Pilger, durch Frankreich, über die Pyrenäen, Hunderte von Kilometern.

Jakobus, spanisch Tiago, war einer der Apostel Jesu. Sein Grab liegt weit entfernt von seinem Heimatland Palästina, gleichsam am anderen Ende der damals bekannten Welt. Apostel, so betonen die Schriften des Neuen Testamentes immer wieder, sind Menschen unterwegs. In alle Himmelsrichtungen gehen sie, um die Botschaft Jesu Menschen nahezubringen. Und der Apostel Jakobus soll dazu bis nach Spanien gegangen sein. Auf Bildern und Figuren trägt er die Symbole der Wanderschaft: die Muschel als Schöpf- und Trinkgefäß, Hut und Stab. Sein Fest, heute am 25. Juli, ist in Spanien Nationalfeiertag. 1987 erklärte der Europarat in Straßburg den „Weg nach Santiago“ zur Kulturstraße Nummer eins in Europa.

Beim Wort Kultur denken wir oft zunächst an die vielen Zeugnisse der Baukunst, die Kirchen und Klöster, die im Laufe der Jahrhunderte an den Pilgerstraßen nach Santiago entstanden sind. Das Wort ‚Kulturstraße’ kann aber auch auf etwas anderes hindeuten. Kultur hat immer etwas zu tun mit Straße und Weg, mit Gehen und Unterwegssein, mit Forschen und Entdecken. Kultur ist seit jeher geprägt von der Suche nach Neuem, von Aufbruch und Entwicklung.

Gehen: bergauf, bergab, etwas hinter sich lassen, auf ein Ziel hin leben, das sind Metaphern für den Menschen, der weiß, dass es für ihn in dieser Welt etwas zu fragen, zu suchen, zu entdecken gibt. Der glaubende Mensch sucht Gott. Auch wer glaubt, ist nicht am Ziel, sondern geht einen Weg.

„Auf dem ganzen Weg, den wir bisher zurückgelegt haben, hat Gott uns beschützt“ – so lautet die Erfahrung des Volkes Israel. (Jos 24,17) Wegerfahrung und Gotteserfahrung sind eng miteinander verbunden. Der Mensch lässt sich vom Unbekannten bewegen, er strebt über das Bekannte hinaus, er gibt sich mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden. In seiner unruhigen Suche ist der Mensch auf Gott hin unterwegs. Wallfahrtsziele wie Santiago de Compostela sind Symbole für das Vertrauen, dass wir zu einem Ziel hin unterwegs sind, dass es für alle Wege und Umwege, die Menschen gehen, in Gott ein Ziel gibt.

Aus: Dietmar Bader,

„Gedanken finden und weitersagen ‚Worte zum Tag’ aus zehn Jahren“

Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2007

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